Dach isolieren
Als erstes haben wir das Dach komplett mit Armaflex 19 mm isoliert. Grundsätzlich funktioniert das gut, im Nachhinein würden wir es aber etwas anders angehen.
Unser Tipp: zuerst die Sicken mit dünnerem Armaflex auffüllen, damit eine möglichst gerade Fläche entsteht.
Klebt man das schlecht dehnbare 19 mm Armaflex direkt auf die welligen Sicken, kann es sich punktuell wieder lösen – vor allem dann, wenn man nicht extrem konsequent darauf achtet, alles absolut spannungsfrei zu verkleben. Genau das ist uns leider passiert.
Wir haben die gelösten Stellen mit Armaflex-Tape nachgebessert und alle Kanten so luftdicht wie möglich abgeklebt. Ziel war es, zu verhindern, dass Feuchtigkeit zwischen Blech und Isolation gelangen kann. Es hält jetzt, aber schöner wäre es gewesen, es von Anfang an sauber aufzubauen.


Vorbereitung für Schränke und Unterkonstruktion
Bevor der eigentliche Dachhimmel montiert werden konnte, haben wir an den Dachholmen Nietmuttern gesetzt. Diese dienen später zur Befestigung der Hängeschränke – ein Schritt, den man unbedingt frühzeitig machen sollte.
Für die Montage des Dachhimmels haben wir zusätzlich Unterkonstruktionshölzer zugesägt. Diese wurden auf den passenden Winkel angeschrägt, damit sie flach am Dach und den Holmen anliegen.
Die Hölzer wurden dann sowohl mit den zuvor gesetzten Nietmuttern verschraubt als auch zusätzlich mit Konstruktionskleber verklebt. Das Ganze ist jetzt sehr stabil und klappert auch auf schlechten Strassen nicht.



Filz, Licht und der Ausschnitt für den Lüfter
Für den Dachhimmel haben wir uns für eine anthrazitfarbene Filzplatte mit 12 mm Stärke entschieden. Sie ist leicht, wirkt lärmdämmend und sieht unserer Meinung nach ziemlich gut aus. Eigentlich hätten wir gerne noch helle Holzleisten montiert, aber das werden wir wohl zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.
Trotzdem haben wir bei der Positionierung der Lampen und Schrauben darauf geachtet, dass diese später durch mögliche Holzleisten verdeckt werden können.
Die Filzplatte liess sich problemlos mit einem normalen Cuttermesser zuschneiden. Die Ausschnitte für die Deckenspots haben wir mit einem Kreisschneider gemacht. Die Schraubenlöcher für die späteren Schränke haben wir vor der Montage exakt vermessen und konnten sie nach dem Einbau punktgenau durch die Filzplatte bohren.
Alle elektrischen Leitungen haben wir sicherheitshalber in einem Textilschlauch verlegt, um Beschädigungen zu vermeiden – auch wenn die Kabel nur zwischen Isolation und Filz liegen. Den Deckenspot bei der Türe haben wir separat verkabelt, damit man ihn später eventuell einzeln ansteuern kann (zum Beispiel beim Öffnen der Türe).
Zum Schluss kam noch der Ausschnitt für den Deckenlüfter. Auch dieser wurde wieder mit dem Cuttermesser gemacht, danach haben wir die Blende montiert. Da die Dachstärke durch Isolation und Filz einige Millimeter höher ausfiel als geplant und wir knapp über der maximalen Stärke für den Fiamma Turbo Fan Premium lagen, brauchten wir noch ein Verlängerungsteil, um die Kurbel mit der Haubenöffnung zu verbinden.
Endergebnis: Der Dachhimmel sitzt, alles ist stabil – und die Stehhöhe beträgt jetzt knapp 1,90 m. Perfekt, um sich auch im Camper frei zu bewegen!







