Das Bett – fixes Querbett mit Lattenrost und Matratze

Bereits bei der Fahrzeugauswahl haben wir uns dafür entschieden, ein fixes Querbett zu bauen – und sind bis heute überzeugt, dass dies die richtige Entscheidung für unser Layout war. Dafür sprechen mehrere Gründe:

Im Peugeot Boxer und baugleichen Fahrzeugen lässt sich der vorhandene Platz mit einem Querbett optimal nutzen. Besonders in Kombination mit dem eingebauten Longsleeper wird diese Lösung noch attraktiver, da sie zusätzlichen Komfort und mehr Liegelänge bietet.

Ein weiterer grosser Vorteil: Das Bett ist jederzeit einsatzbereit. Es entfällt der tägliche Umbau zwischen Sitzgruppe und Schlafplatz, wie er bei einer kombinierten Sitzecke mit Bett notwendig wäre. Das spart Zeit, vereinfacht den Alltag im Camper und sorgt insgesamt für deutlich mehr Komfort.

Längsträger

Die Längsträger haben wir bereits relativ früh montiert – schon während der Isolation. Das Bett definiert einen Grossteil des Platzes im Camper, und wir planen grundsätzlich von hinten nach vorne. Sprich: Zuerst war klar, wie das Bett kommt, und alles andere hat sich daran orientiert. Die Träger dienten uns während des Ausbaus immer wieder auch als Referenz zum Vermessen.

Querträger

Die Querträger haben wir aus 40x60mm KVH (Konstruktionsvollholz) gefertigt. Den ersten Träger – welcher voraussichtlich die grösste Last tragen muss – haben wir beidseitig mit 4mm Birkensperrholz aufgedoppelt, um ihn zusätzlich zu versteifen. Er wird später ausserdem mit der Zwischenplatte verschraubt, was nochmals zur Stabilität beiträgt.

Die hinteren beiden Träger haben wir in der Mitte abgestützt. Diese Stützen werden wir später nutzen, um einen Tisch oder andere Utensilien daran zu montieren – also gleich doppelt nützlich.

Lattenrost

Beim Lattenrost haben wir uns für einen günstigen, handelsüblichen Rost aus Kiefer/Tanne entschieden. Diesen haben wir in der Länge gekürzt, an die Ecken des Fahrzeugs angepasst und schliesslich punktuell mit den Querträgern verschraubt.

Matratze

Das mit Abstand kniffligste Unterfangen beim Bettbau war die Matratze. Wir verwenden eine IKEA-Kaltschaummatratze mit Komfortzonen – die kennen wir bereits aus dem Alltag und erhoffen uns, dass die Umgewöhnung im Van minimal bleibt.

Das Problem: Die Geometrien des Fahrzeugs und der Seitenverkleidungen sind alles andere als rechteckig. Sowohl am Kopf- als auch am Fussende musste ein Teil der Matratze über die gesamte Breite weggeschnitten werden – der Grund ist, dass die Matratze in die Ausbuchtung des Longsleepers hinein läuft. Von oben sieht man davon nichts, aber der Schnitt war trotzdem nötig.

Unsere ursprüngliche Idee: Ein gespannter, heisser Draht (1,5m lang) sollte den Schnitt in einem sauberen Zug über die gesamte Breite vollziehen. Leider scheiterten wir bereits daran, den Draht gleichmässig heiss zu bekommen. Unser Netzteil mit 30V und 5A war an der Kapazitätsgrenze – für 1,5m Drahtlänge wären rund 75V nötig gewesen. Also griffen wir kurzerhand zur Säge und erledigten die Sache auf konventionellem Weg, wo der Draht nicht heiss genug wurde.

Nach diversen Anpassungen hat dann aber alles gepasst. Matratzenschoner drüber – und rein mit der Matratze!

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